Archiv der Kategorie 'Berichte'

Uni gehört allen

Am letzten Samstag zogen unter dem Motto: „Uni gehört allen – Für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche“ etwa 2000 Menschen durch Frankfurt am Main. Trotz Kälte, Schneefall und permanenten Provokationen durch die Bullen war es eine laute und kraftvolle Demo. Besonders daran war, dass damit endlich der gesamtgesellschaftliche Kontext der Bildungsprobleme durch die Studibewegung aufgegriffen wurde, während an vielen Unis noch von „Ideologiefreiheit“ geschwafelt wird.
Die Demo zog im dichten Schneetreiben vom Campus Bockenheim durch das Frankfurter Bankenviertel. Von Beginn an, wurde sie durch ein massives Polizeiaufgebot begleitet. Fast die gesamte Strecke wurde im Spalier zurückgelegt, was die Außenwirkung stark verringerte. Bereits in den Tagen vor der Demo, hatten Polizei und Frankfurter Medien „gewaltsame Ausschreitungen“ durch „Krawalltouristen“ herbeifantasiert. Letztlich blieb es bei ein paar Böllerwürfen und einem Bengalo, dass gezündet wurde. Bei einem gleichzeitig stattfindenden Fußballspiel wurden fünf Zugscheiben zerlegt – nur komisch das Fußball noch nicht verboten ist.

Demo

Demo

mal wieder Polizei gegen Studis

Am Dienstagabend wollten mehrere BildungsstreikaktivistInnen durch das absichtliche Ignorieren der Thulböffnungszeiten, auf die Notwendigkeit verlängerter Öffnungszeiten in der Prüfungszeit hinweisen. Da die Polizei offensichtlich den Email-Verteiler des Bildungsstreiks in Jena mitliest, war sie bereits gegen 21.30 mit zwei Streifenwagen und einem Transporter vor Ort. Später tummelte sich auch noch ein Zivilpolizist im Foyer der Thulb um die Studierenden beim Verlassen der Bücherei zu beobachten. Auch nachdem die Aktivisten die Thulb noch zu den regulären Öffnungszeiten verlassen hatten, wurden sie auf dem Nachhauseweg von Polizisten belästigt. Ein Polizist versuchte sich als verständnisvoller Mitmensch hinzustellen, was aber angesichts der vorausgegangenen Aktionen als bloße Farce gewertet werden kann. Hätte die Polizei wirklich ein Verständnis für studentische Anliegen, würde sie Proteste nicht im Voraus unterdrücken und kriminalisieren

Im Folgenden ein Statement dazu…

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Ich geh mit meiner Matratze…

Am Mittwoch dem 16.12.09 wurde der bis dahin besetzte Hörsaal 4 wieder freigegeben. Die BesetzerInnen hatten sich zu diesem Schritt entschlossen, da es zu schwierig geworden wäre die Hörsäle über die Feiertage weiterhin zu besetzen. Grund dafür ist unter anderem die mangelnde Unterstützung durch die Jenaer Studierenden.
Anlässlich des Auszugs zog eine kleine aber laute Gruppe nochmals durch Jena um mehr & bezahlbaren Wohnraum zu fordern. Mit Matratzen, Kochtöpfen und Trillerpfeiffen sammelten sich die Aktivisten am Campus um dann (von einem völlig überzogenen Polizeiaufgebot begleitet) am UHG vorbei zum Stadtrat zu ziehen. Zwischendurch wurde über Megafondurchsagen und Sprechchöre immer wieder auf das Problem der Wohnraumproblematik in Jena hingewiesen. Kritisch wurde sich unter anderem zum geplanten Bau des Kongresszentrums am Inselplatz geäußert („Wohnraum für alle statt Kongresshalle“).
Vor dem Rathaus konnten aufgrund des Weihnachtsmarktes viele Passanten erreicht werden. Deren Reaktionen reichten von Zustimmung bis zu Ablehnung alà „Jena hat überhaupt kein Wohnungsproblem“.
Auch der SPDler Volker Blumentritt, seines Zeichens Ortsteilbürgermeister von Lobeda und MdB, ließ sich blicken. Allerdings beschränke sich sein Beitrag auf eher pöbelhaftes Verhalten. Nach seiner Aussage gibt es niemand, der in Jena keine Wohnung findet. Zitat: „Ich kann ja nichts dafür, wenn die Studenten nicht in Lobeda wohnen wollen“

Alles in allem war die Demo nochmal eine schicke (leider viel zu kleine) Aktion zum Jahresende. In diesem Sinne:

rohes Fest
stay rude, stay rebel and eat some vegetable

Auszug

Demo

Demo

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Volker: \"Sie kennen mich als jemand, der immer die Wahrheit sagt.\"

Grinseköpfe und Arschkriecher

Heute Mittag fand im Döbereiner Hörsaal eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der UniBesetzerInnen, Vertretern der Unileitung (Rektor und Prorektor), Stura, FSR-Vertreter und dem Staatssekretär Thomas Deufel statt. Anlass war die weiterhin bestehende Besetzung und die Forderungen der Bildungsstreikenden. Es beteiligten sich etwa 100 bis 150 Menschen an der Diskussion.
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5000 gegen die HRK

Heute demonstrierten in Leipzig etwa 5000 Schüler und Studierende gegen die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die dort stattfand. Darunter waren auch 50 Menschen aus Jena.

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