Archiv für Januar 2010

Uni gehört allen

Am letzten Samstag zogen unter dem Motto: „Uni gehört allen – Für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche“ etwa 2000 Menschen durch Frankfurt am Main. Trotz Kälte, Schneefall und permanenten Provokationen durch die Bullen war es eine laute und kraftvolle Demo. Besonders daran war, dass damit endlich der gesamtgesellschaftliche Kontext der Bildungsprobleme durch die Studibewegung aufgegriffen wurde, während an vielen Unis noch von „Ideologiefreiheit“ geschwafelt wird.
Die Demo zog im dichten Schneetreiben vom Campus Bockenheim durch das Frankfurter Bankenviertel. Von Beginn an, wurde sie durch ein massives Polizeiaufgebot begleitet. Fast die gesamte Strecke wurde im Spalier zurückgelegt, was die Außenwirkung stark verringerte. Bereits in den Tagen vor der Demo, hatten Polizei und Frankfurter Medien „gewaltsame Ausschreitungen“ durch „Krawalltouristen“ herbeifantasiert. Letztlich blieb es bei ein paar Böllerwürfen und einem Bengalo, dass gezündet wurde. Bei einem gleichzeitig stattfindenden Fußballspiel wurden fünf Zugscheiben zerlegt – nur komisch das Fußball noch nicht verboten ist.

Demo

Demo

mal wieder Polizei gegen Studis

Am Dienstagabend wollten mehrere BildungsstreikaktivistInnen durch das absichtliche Ignorieren der Thulböffnungszeiten, auf die Notwendigkeit verlängerter Öffnungszeiten in der Prüfungszeit hinweisen. Da die Polizei offensichtlich den Email-Verteiler des Bildungsstreiks in Jena mitliest, war sie bereits gegen 21.30 mit zwei Streifenwagen und einem Transporter vor Ort. Später tummelte sich auch noch ein Zivilpolizist im Foyer der Thulb um die Studierenden beim Verlassen der Bücherei zu beobachten. Auch nachdem die Aktivisten die Thulb noch zu den regulären Öffnungszeiten verlassen hatten, wurden sie auf dem Nachhauseweg von Polizisten belästigt. Ein Polizist versuchte sich als verständnisvoller Mitmensch hinzustellen, was aber angesichts der vorausgegangenen Aktionen als bloße Farce gewertet werden kann. Hätte die Polizei wirklich ein Verständnis für studentische Anliegen, würde sie Proteste nicht im Voraus unterdrücken und kriminalisieren

Im Folgenden ein Statement dazu…

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Stromausfall

Elektroklaus bei der Arbeit

Elektroklaus

European Education Congress 2010

Vom 1. bis zum 6. Juni soll in Bochum der European Education Congress 2010 stattfinden. Der Kongress soll die Möglichkeit geben inhaltlich zu arbeiten und sich mit anderen Unis aus ganz Europa zu vernetzen.

aus dem Aufruf:
„Der Kongress soll einen europaweiten Austausch zum Zusammenhang zwischen Bildung und Gesellschaft ermöglichen. Wir wollen uns mit gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen befassen, um eine Demokratisierung der Gesellschaft zu bewirken.

Daher richtet sich unser Aufruf an alle an Bildung und Bildungspolitik Interessierten: Kommt zum Europäischen Bildungskongress vom 1. bis zum 6. Juni 2010 an die Ruhr-Universität nach Bochum!
Wir laden euch ein, fünf Tage mit uns gemeinsam das bestehende Bildungssystem und dessen Funktionen einer kritischen Analyse zu unterziehen. Lasst uns überlegen, was gute Bildung ist, was Anforderungen an ein fortschrittliches Bildungssystem sind und welche Wege zu diesem führen können. Dies soll in unterschiedlichen Organisationsformen wie z.B. Workshops, Plena, Vorträge, Podiumsdiskussionen und praktischem Erleben passieren. Alle unterstützenden Personen und Gruppen sind aufgerufen, in diesem Rahmen Veranstaltungen anzubieten, Texte einzubringen und den Kongress mit zu gestalten.

Dabei wird genug Zeit bleiben für den Austausch von Erfahrungen in den einzelnen Ländern und Regionen und für internationale Vernetzung zur weiteren Zusammenarbeit.“

Das nächste Vorbereitungstreffen findet am 29. Januar ab 17.00 Uhr im ASTA der Goethe-Uni Frankfurt/Main statt

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Die Uni gehört allen

Die Ausrichtung aller Lebensbereiche auf ihre Verwertbarkeit verschärft sich. Flankiert wird diese Entwicklung durch autoritäre Maßnahmen und die Kriminalisierung sozialer Widerstände. Stechuhren, Hartz IV, Ausbildungsplatzmangel, Exzellenzinitiativen, Selektion an Schulen und Hochschulen, Abschiebungen und „blue cards“ nur für „hochqualifizierte“ Migrant_innen, all das sind nur einige Kennzeichen einer ausgrenzenden Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der nicht die Menschen und ihre Bedürfnisse, sondern ihre Verwertbarkeit im Mittelpunkt steht.

die uni gehört allen

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